

Flug und Einreise
Schweden hat schon allein aufgrund seiner Größe mehrere Flughäfen, die man ansteuern kann. Klassische Anlaufpunkte für eine Tour in Südschweden sind Stockholm und Göteborg. Die meisten Verbindungen bieten SAS und Lufthansa. Wir sind mit Lufthansa geflogen und waren sehr zufrieden. Die Flugzeit nach Stockholm beträgt nur knapp 2 Stunden ab Frankfurt. Die Preisunterschiede für einen Flug nach Schweden sind bei Weitem nicht so groß, wie bei Langstreckenflügen und bei dieser Flugzeit lohnt ein intensiver Vergleich unseres Erachtens nicht. Kosten 300,- Euro pro Person Hin und Zurück.
Die Einreise nach Schweden ist denkbar einfach, da Schweden seit 2001 dem Schengener Abkommen angehört. Somit reicht zur Einreise der Personalausweis.


Transport
Schweden ist ein klassisches Mietwagen-Land. Das Fahren auf Schwedens Straßen ist einfach, wenn auch ein wenig zeitaufwendig. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt oft 80-100 km/h. Nahezu alle Fahrer halten sich daran, was das Reisen gemütlich macht, aber eben auch Zeit kostet. Mietwagenfirmen gibt es in ausreichender Zahl, im Gegensatz zu Island sind hier auch wieder eher die international bekannten Vermieter vertreten. Allrad ist nicht notwendig, je nach Strecke und Jahreszeit sind Winterreifen aber empfehlenswert. Die Vermieter stellen im Laufe des Oktobers ihre Fahrzeuge auf Winterreifen um. Von November bis März/April sind viele Straßenabschnitte im hohen Norden Schwedens nicht befahrbar und gesperrt.
Schweden ist ein Traumreiseland für Wohnmobilisten. Es gibt sehr viele, teils traumhaft gelegene Campgrounds und es ist auch erlaubt (nach Rückfrage) wild zu Campen. Eins muss man allerdings wissen, die Straßen können schon mal sehr eng werden, so dass keine zwei Autos nebeneinander passen. Dann heißt es ggf. Rangieren zum Ausweichen.
Einige Straßen in Schweden sind Mautstraßen und da gibt es auch keine Alternativen. Die Maut wird verwendet, um die Straßen in Stand zu halten und muss von Allen bezahlt werden, auch Schweden. Damit das nicht den Verkehr aufhält, haben die Autos an der Windschutzscheiben, neben dem Rückspiegel, einen Chip, der von der Mautstation gescannt wird. Die Abrechnung erfolgt dann anschließend über die Kreditkarte.
Eine Besonderheit in Südschweden ist sicherlich die Überquerung der Öresund-Brücke, um nach Dänemark (Kopenhagen) zu kommen. Am Besten bucht man diese Strecke vorab im Internet, dann ist es etwas günstiger und man kann direkt auf einer eigenen Spur durchfahren. Gecheckt wird das über das registrierte Kennzeichen - sehr einfach (wenn auch nicht ganz billig - zur Zeit 58,- € pro Auto und Strecke). Fähren gibt es nicht so oft, wie in Norwegen, ansonsten gibt es keine Überraschungen.
Für die schwedischen Städte braucht man in der Regel kein Auto, der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut und außer in Stockholm und Göteborg sind in den anderen Städten auch alle Wege gut zu Fuß zu bewältigen.




Unterkünfte
Wie fast überall auf der Welt gibt es auch in Schweden Unterkünfte in jeder Preisklasse, vom Campingplatz bis zur Nobelherberge. Wir haben uns für unsere Reise dazu entschieden, Hotels zu nehmen, um den Komfort des Frühstücks morgens genießen zu können. Sicher kann man in der Zwischensaison auch jederzeit vor Ort etwas finden, aber, wer eine bestimmte Lage bevorzugt oder abends nicht mehr suchen möchte, der sollte schon vorbuchen - am Besten von Deutschland aus.
Wir haben uns für die folgenden Unterkünfte entschieden:
ProfilHotels Nacka, Stockholm -- www.ligula.se
Gutes Hotel außerhalb in ruhiger Lage mit guter Verkehrsanbindung
Radisson Blu, Uppsala -- www.radissonhotels.com
Keine Überraschungen für eine Nacht
Vadstena Klosterhotel & SPA -- www.klosterhotel.se
Ordentliches Hotel in origineller Einrichtung mit sehr gutem Frühstücksbuffet
Scandic Europa, Göteborg -- www.scandichotels.com
Mitten in der Stadt - entsprechend gut besucht und etwas laut
Best Western Royal, Malmö -- www.bestwestern.se
Eindeutig keine Empfehlung - laut, abgewohnt, schwaches Frühstück
Best Western Plus, Kalmarsund -- www.kalmarsundhotel.se
Deutlich besseres Best Western - gute Lage und nette Restaurants in der Nähe
Fårösunds Fästning -- www.farosundsfastning.com
Eindeutig das Highlight der Reise - sehr persönlich in einer ehemaligen Festung
Radisson Blu Arlandia Hotel, Stockholm-Arlanda -- www.radissonhotels.com
Eine Nacht am Flughafen



Geld
In Schweden wird mit Schwedischen Kronen bezahlt. Geld kann man problemlos am Geldautomaten mit der hiesigen EC-Karte (MAESTRO) bekommen. Das braucht man aber gar nicht. Die Schweden sind hier so modern, dass man alles mit der Karte bezahlen kann. Wir haben in den 3 Wochen kein Bargeld in der Hand gehabt.


Kosten
Schweden ist, wie ganz Skandinavien, kein günstiges Reiseziel. Während Hotelpreise noch auf normalem Niveau sind, merkt man die hohen Kosten insbesondere in Restaurants. Eine einfache Pizza für 20,- Euro ist normal. Finanziell besser fährt man mit Einkäufen im Supermarkt. Zumindest geht man nie hungrig nach Hause. Die Portionen sind allesamt groß. Qualitativ gibt es die gleichen Unterschiede, wie überall auf der Welt. Von Hauptsache satt bis ausgezeichnet ist alles vertreten.
Daneben kosten natürlich auch Museen, Schiffstouren oder andere Aktivitäten Eintritt. Die Natur ist in der Regel frei, lediglich das Parken kann gebührenpflichtig werden.
Typisch schwedisches Essen ist deftige Hausmannskost (Husmanskost) mit Fokus auf Fisch, Fleisch, Kartoffeln und Beeren. Die bekanntesten Klassiker sind Köttbullar (Fleischbällchen mit Preiselbeeren), Gravad Lax (gebeizter Lachs), Janssons Frestelse (Kartoffelauflauf) sowie süße Kanelbullar (Zimtschnecken) zur Fika, der klassischen Kaffeepause. Das traditionell in allen skandinavischen Ländern Alkohol recht teuer ist, ist bekannt, hindert aber nicht daran, dass auch der hier reichlich konsumiert wird - zum Beispiel Bier. Das absolute Nationalgetränk ist jedoch Kaffee - zu jeder Tages- und Nachtzeit. Da kommt es in Städten auch schon vor, dass zwei Cafés direkt nebeneinander liegen.
Pizza -- 18,- bis 25,- €
Pasta -- 18,- bis 25,- €
Suppe -- 10,- bis 13,- €
200 g Steak mit Ofenkartoffel, Gemüse und Sauce -- 40,- bis 50,- €
Fish & Chips -- 20,- €
Croissant -- 3,- bis 4,- €
Panini Schinken & Käse -- 10,- €
Wein -- 10,- € / Glas
Bier 0,3 l -- 8,- bis 10,- €
Cola 0,33 l -- 3,- bis 4,- €
Cappuccino -- 3,- bis 5,- €
Nachtisch -- 10,- bis 15,- €
Frühstück -- 15,- bis 25,- €
Wie schon beschrieben, kosten die Naturschönheiten Schwedens in der Regel keinen Eintritt. Ab und an muss man mal für das Parken an einer Attraktion bezahlen, das erfolgt dann mittels Parkscheinautomat. Überhaupt ist Schweden ein sehr fortschrittliches Land, was das Bezahlen angeht, überall kann ganz einfach mit der Karte bezahlt werden. Und wenn ich sage überall, dann meine ich auch überall. Wir haben sogar auf öffentlichen Toiletten mit der EC-Karte bezahlt! Aber natürlich gibt es auch in Schweden Eintrittsgelder, so zum Beispiel für Museen, Badeanstalten oder kulturelle Einrichtungen/Veranstaltungen.
Hier ein paar Beispiele:
ABBA Museum -- Erwachsene 25,- €
VASA Museum -- Erwachsene 18,- €
Skansen -- Erwachsene 28,- €
Schloss Drottningholm -- Erwachsene 23,- €
Königliches Schloss Stockholm -- Erwachsene 23,- €
Paddan Bootstour Göteborg -- Erwachsene 25,- €
Schloss Gripsholm -- Erwachsene 16,- €
Hop-On-Hop-Off Kopenhagen -- Erwachsene 30,- €





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