top of page
Porto Moniz
Osten

zurück

Santana
Zentrum

vor

Die Insel Madeira ist von Ost nach West komplett von einer Bergkette durchzogen. Diese bildet quasi eine Wetterscheide, die im Süden der Insel für viel Sonne sorgt und im Norden der Insel für viel Regen. Der Norden ist noch wesentlich schroffer und unberührter, als der Süden. Der viele Regen sorgt hier für saftiges grün und üppige Vegetation. Weil das Wetter deutlich unbeständiger ist, als im Süden, gibt es hier auch weniger Ferienhotels und Touristen. Dabei ist der Norden ursprünglich geblieben und wunderschön. Heutzutage sind die Straßen auch gut ausgebaut und alle Orte sind prima mit dem Auto erreichbar. Das war nicht immer so, es wurde sehr viel Geld in die Infrastruktur gepumpt, mit Hilfe horrender Verschuldung und Unterstützung der Europäischen Union.

Unseren ersten Anlaufpunkt könnte man sicher auch noch dem Westen zuordnen. Der Ort Porto Moniz ist im Wesentlichen bekannt für seine Felsenpools. Hier wurde die natürliche, durch Lava gebildete Struktur des Ufers genutzt, um mit kleineren Ausbauarbeiten ein Freibad zu schaffen, dass das Wasser des Atlantik nutzt und so auch wesentlich weniger steril aussieht, als andere Schwimmbäder. Da es, wie beschrieben, keine Badestrände gibt, sind diese Felsenpools (es gibt sie auch in anderen Orten) die beste Gelegenheit "im Meer" zu baden. Der Eintritt in die Anlage ist übrigens mit 1,50 € recht günstig. Es gab auch tatsächlich ein junges Paar, dass sich ins Wasser getraut hat, obwohl das Wetter eher bescheiden und die Temperaturen nicht eben einladend waren - kernig!

Ansonsten hat Porto Moniz unseres Erachtens nicht wirklich viel zu bieten. Ein paar, um diese Jahreszeit schlecht besuchte, Restaurants, ein bis zwei Hotels und ein paar Souvenirläden, das war es.

Madeira Nordküste
Felsenpools von Porto Moniz
Felsenpools von Porto Moniz
Felsenpools von Porto Moniz
Felsenpools von Porto Moniz
Blick auf Porto Moniz

Wenige Kilometer östlich von Porto Moniz findet man an der Praia Ilheus da Ribeira da Janela eine fotogene Felsformation am felsigen Strand. Die Formation erinnert schon an Island, mit dem rauen Atlantik und den Wellen, die gegen die Felsen schlagen. Nur, dass es hier deutlich andere Temperaturen hat.

Praia Ilheus da Ribeira da Janela
Praia Ilheus da Ribeira da Janela
Praia Ilheus da Ribeira da Janela
Ein anderer Tag, eine andere Zeit
In den Fels gehauen

Nächster Stopp ist der Miradouro Veu da Noiva mit einem kleinen Wasserfall. Nicht unbedingt spektakulär, aber hier werden die Touristen von den geführten Jeeptouren hingebracht, also halten wir hier auch. Wahrscheinlich haben die Touranbieter Verträge mit dem ansässigen Souvenirhändler.

Miradouro Veu da Nova
Idyllisch
Strilizien

Ein weiterer lohnenswerter Abstecher zum Fotografieren führt zu den Ruinen von São Jorge. Es handelt sich dabei um die Überreste einer alten Zuckerrohrfabrik. Am fotografisch interessantesten ist dabei das stehengebliebene Steintor mit Blick aufs Meer.

São Jorge
São Jorge
São Jorge
São Jorge
São Jorge

Ein weiterer lohnenswerter Punkt für schöne Aussichten und ein leckeres Mittagessen bietet das Hotel Quinta do Furão. Es liegt hoch über dem Meer auf einem Plateau, besitzt einen eigenen Weinberg und einen wunderschön angelegten Garten. Hier darf man auch als Nicht-Hotelgast durchbummeln und einfach genießen. 

Hotel Quinta do Furão
Hotel Quinta do Furão
Dattelpalme
Nordküste
Fackellilie (Kniphofia uvaria)
Nordküste
Hotel Quinta do Furão

Natürlich hat auch auf unserer zweiwöchigen Reise Corona-bedingt nicht alles so geklappt, wie gewünscht. So wollten wir zum Beispiel die Lava-Höhlen von São Vicente besichtigen - geschlossen. Auch das Freilicht-Museum von Santana - geschlossen. Die Korbflechterei von Camacha - geschlossen. In Camacha haben wir lediglich diese hübsche kleine Kapelle gefunden, ansonsten war hier "tote Hose".

Camacha

In Santana gibt es traditionelle Strohdachhäuser zu besichtigen. Diese sogenannten Santana-Häuschen, oder auf portugiesisch Casas de Colmo, sind ursprünglich etwa 4,60 Meter breite und 7 Meter lange dreieckige Nur-Dach-Bauten, die aus lokalen Materialien errichtet wurden. Sie sind mit Reet oder Stroh gedeckt und in den Farben Madeiras in rot, weiß und blau bemalt. Was heute sehr romantisch wirkt, bedeutete für die Bewohner Madeiras früher ein hartes Leben, denn die Bedingungen in den Santana-Häuschen waren sehr beengt und spartanisch. Im unteren Raum befanden sich meist nur ein Bett, eine Sitzgelegenheit und ein Waschtisch. Die Kinder wurden unter dem Spitzdach untergebracht, das nur über die Dachluke von außen zu erreichen war. Folglich spielte sich das Leben der früheren Bewohner zum größten Teil außerhalb der kleinen Häuser ab. Heutzutage werden nur noch wenige der Santana-Häuschen bewohnt. Dies aber natürlich erst nach umfangreichen Erweiterungen und Modernisierungen. Die ursprünglich erhaltenen Häuser werden dagegen meist nur noch als Lagerschuppen genutzt. In der Nähe des Rathauses von Santana befinden sich einige folkloristische Nachbildungen der Santana-Häuschen für Besucher. Diese sind traditionell bemalt und außen mit kleinen Fensterläden verziert, während im Inneren Spezialitäten aus Madeira angeboten werden. Da haben wir natürlich auch gleich mal zugeschlagen.

Casa de Colmo
Casa de Colmo
Casa de Colmo
"nur" Zweitwohnsitz

Unser liebster (Aussichts-)punkt der Nordküste ist der Miradouro de São Cristovao Boaventura. Nicht ganz einfach zu finden, am Ender einer steilen Abfahrt (ja, man fährt nach unten und landet doch hoch über dem Meer), findet man dieses Juvel mit einem tollen Restaurant/Café und überragender Aussicht von der Terrasse mit Glasveranda. Hier haben wir eine Weile gesessen, etwas getrunken und den Moment genossen. Die Bilder können leider die Schönheit des Ortes nur bedingt wiedergeben.

Miradouro de São Cristovao Boaventura
Miradouro de São Cristovao Boaventura
Miradouro de São Cristovao Boaventura

Ein letzter schöner Aussichtspunkt an der Nordküste ist der Miradouro de Nossa Senhora dos Bons Caminhos. Er liegt an der Straße, die Faial mit Santana verbindet.
Von hier aus hat man einen guten Überblick über die Stadt Faial und Penha de Águia.

Miradouro de Nossa Senhora dos Bons Caminhos
Miradouro de Nossa Senhora dos Bons Caminhos
Miradouro de Nossa Senhora dos Bons Caminhos
Osten

zurück

Zentrum

vor

Nach Oben

© CIrrgang
bottom of page