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Heute wollen wir uns mal die Oper im Detail anschauen. Wir haben schon von Deutschland aus eine Führung gebucht, bei der man eine Stunde lang durch die Oper geführt wird und insbesondere Informationen zum Bau und der Architektur erhält. Von Anfang an hatte der dänische Architekt Jørn Utzon die Vision, eine markante plastische Form zu schaffen, die ganz natürlich auf die schaukelnden Wellen von Sydneys eindrucksvollem Hafen Bezug nimmt. Organische Materialien und Farben bilden daher die Grundelemente von Utzons Entwurf. Ein solider Sockel aus rotem Granit verankert die geschwungenen weißen Segel, die sich elegant in Sydneys Skyline erheben. 1959 war Baubeginn. Die statischen Berechnungen erstellte der junge Ingenieur Ove Arup mit seinem Büro. Die Folgejahre waren Jahre der Neuberechnung. Denn die anspruchsvolle Statik der gekrümmten Schalen des Daches – so wie sie der Erstentwurf vorsah – bereiteten große Probleme. Der Ingenieur konnte diese Formen nicht berechnen! Die komplexe Geometrie des Daches wurde in sechs Jahren über zwölf Mal neu berechnet, mit Lochkarten gesteuerte Computer brauchten 18 Monate, um die Krümmungen und die Statik aller Dächer zu berechnen, 44 Zeichner waren mit rund 1.700 Planzeichnungen beschäftigt! Die ursprüngliche, flachere Figur der Oper wandelte sich in steilere, aufrechtere Dachhauben. Was für ein Kostenfaktor! Eine regelrechte Kostenexplosion! Es waren zunächst 3,5 Millionen Dollar veranschlagt, als sie bei 57 Millionen Dollar angelangt waren, wurde die Reißleine gezogen. Utzon wurde aufgefordert, seine Pläne zu verschlanken. Aber er weigerte sich insbesondere, bei der Ausstattung Kompromisse zu machen. Das hatte ernste Konsequenzen - Utzon und wurde 1966 durch die neue Regierung des Bundesstaates von New South Wales von dem Projekt ausgeschlossen. Utzon hat danach nie wieder australischen Boden betreten. Australische Architekten und der Ingenieur Ove Arup brachten das Werk zu Ende. Die Dächer der Oper bestehen aus symmetrischen Beton-Schalenpaaren, die jeweiligen Hälften sind fächerartig gestaltet und liegen an nur einem Punkt auf. Sie haben alle die gleiche Krümmung als wären sie alle aus derselben Kugel herausgeschnitten worden. Die hintereinander liegenden Schalen stützen sich gegenseitig. 2007 wurde das Opernhaus übrigens zum UNESCO Welterbe ernannt. Man könnte noch ganze Bücher über die Bauphasen, die Akustik und die Schwierigkeiten sowie die heutige Nutzung schreiben, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Leider durfte man aus Urheberrechtsgründen im großen Saal keine Fotos machen. Das hier genutzte Foto stammt aus dem Internet und ist lizenzfrei.


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Einer der wohl schönsten Wanderungen in Sydney ist der "Bondi to Coogee Walk", eine 6 Kilometer lange Strecke, die immer am Meer entlang führt und dabei wundervolle Buchten und Beaches aneinander reiht. Leider muss ich diesen Walk alleine machen, da Cordu noch immer größere Probleme mit dem Kreislauf hat und es heute tatsächlich durchgehend 30 Grad warm ist. Vielleicht war es am Ende besser so, denn der Walk ist bei den Temperaturen durchaus anstrengend und hätte vielleicht später anderswo Tage "gekostet". So mache ich mich also alleine auf den Weg. Vom Hotel nehme ich mir ein Taxi zum Bondi Beach, einem der möglichen Ausgangspunkte - man kann den Walk natürlich auch in umgekehrter Richtung machen. Bondi ist sicherlich der bekannteste Strand ganz Australiens. Über das Naherholungsgebiet der Millionenmetropole gibt es sogar Fernsehserien, für viele Besucher gilt der Strand als eine der wichtigsten Attraktionen der Stadt. Der Strand ist ungefähr einen Kilometer lang und heute - an Ostern - auch gut besucht. Am südlichen Ende befinden sich die bekannten Iceberg Pools, ein Meerwasserschwimmbad, bei dem die Wellen des Ozeans regelmäßig über den Beckenrand schwappen. Eigentlich ein privater Club, kann man hier für 10,- $ aber ein Tagesticket erhalten. Hier beginnt dann auch der Bondi to Coogee Walk.








Der Bondi to Coogee Walk teilt sich in verschiedene Abschnitte, die man entsprechend auch einzeln laufen kann, wenn man nicht die ganze Strecke gehen will. Der erste Abschnitt führt vom Bondi Beach 1,2 Kilometer zum Tamarama Beach und dann weitere 700 Meter zum Bronte Beach. Es geht zunächst vorbei an dramatischen Felsvorsprüngen, in denen alte, kulturell sehr wertvolle, Wal- oder Hai-Eingravierungen von Aborigines zu sehen sind. An der Mackenzies Bay Landzunge kann man sich etwas beim Klettern austoben, und ein sehr guter Ort zum Surfen ist der Strand von Tamarama. Hier gibt es einige steile Treppen, weshalb die Wanderung generell auch nicht für Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet ist. Der Tamarama to Bronte Abschnitt ist dann der einfachste der gesamten Strecke. Am Ende des Bronte Beach gibt es wieder ein Meerwasserschwimmbad, diesmal ohne Eintritt. Da ich ja alleine unterwegs war, konnte ich die tollen Strände und Becken leider nicht zum Schwimmen nutzen (wohin währenddessen mit Handy und Fotoapparat?).














Der nächste Abschnitt führt über 2,2 Kilometer vom Bronte Beach zum Clovelly Beach. Die Etappe startet am Waverley Cemetery, einem riesigen, alten Friedhof, der direkt am Meer liegt. Die zahlreichen, hervorragend erhaltenen Grabsteine der Verstorbenen wachen über das stürmische Meer und hüllen Besucher in eine friedliche, nachdenkliche Atmosphäre ein. Hier liegen einige australische Berühmtheiten begraben, wie der Schriftsteller und Poet Henry Lawson. Eine fantastische Lage für die Toten, auch wenn man vielleicht nicht mehr so viel davon haben dürfte 🙃. Der Ausblick auf die Küste ist der Wahnsinn. Auf dem Weg zum Clovelly Beach kommt man am Clovelly Bowling Club vorbei. Dort biegt man links ab und folgt entweder dem Weg oberhalb der Klippe oder läuft auf dem Fußweg zum Burrows Park, einem Outdoor Gym. Unterhalb der Klippe gibt es eine Felsaussparung, von wo aus man bei Ebbe eine traumhafte Aussicht genießen kann. Der Clovelly Beach liegt in einer engen Bucht zwischen zwei Landzungen.











Vorbei am Clovelly Beach gelangt man zur Gordons Bay, einem Schnorchel- und Tauchparadies. Der Weg dorthin war der beschwerlichste Part des Walks. Man muss zwar nicht klettern, aber einen recht steilen Treppenabschnitt besteigen, der sich hinzieht. Vor allem in der Mittagshitze war das durchaus anstrengend. Insgesamt hat die letzte Etappe eine Länge von 1,8 Kilometern. Hinter der Gordons Bay gelangt man dann auf eine weite Fläche mit Rasen (und wenig Schatten) von der aus man einen schönen Blick auf das "Ziel", Coogee Beach, hat. Insgesamt braucht man, je nach Geschwindigkeit und Pausen/Fotostopps, zwischen 2 und 3 Stunden für die Wanderung. Ich hatte mir eigentlich gedacht, auch auf dem Rückweg von hier aus ein Taxi zu nehmen, aber das gab es weit und breit nicht. Google Maps sei Dank, habe ich mir dann eine Busverbindung rausgesucht und bin zurück zum Hotel mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Das hat zwar eine Stunde gedauert, da der Bus an jeder Mülltonne hält, aber ich hatte ja Zeit.






Wie auf der Eingangsseite bereits geschrieben, mussten wir ja unsere Reisepläne aufgrund des Iran-Krieges etwas ändern. Da Thai Airways im Gegensatz zu Emirates nicht von Adelaide fliegt mussten wir einen Zwischenflug von Adelaide nach Sydney einfügen. Um das einigermaßen sinnvoll zu gestalten, haben wir dann noch einen vollen Tag in Sydney vor der Abreise genießen können. Da das thematisch am Besten hierher passt, füge ich die Bilder des Tages hier mit ein.
Natürlich haben wir die Skyline von Sydney und das Opernhaus jetzt schon hundert Mal gesehen und fotografiert, aber es gibt noch eine weitere schöne Perspektive, die wir uns heute gönnen wollen. Vom botanischen Garten - genauer, von "Mrs. Macquarie’s Chair" - hat man nochmal eine schöne Aussicht auf die Harbour Bridge, die Oper und die Skyline von Sydney. Außerdem haben wir, im Gegensatz zu den ersten Tagen hier, wundervolles Wetter mit viel Sonnenschein. Zurzeit gibt es in Sydney auf einer Freiluftbühne Aufführungen vom "Phantom der Oper". Leider gab es keine Karten mehr, aber wir haben uns das Bühnenbild angeschaut. Um den Tag einigermaßen sinnvoll zu nutzen sind wir dann noch mit der Fähre nach Watsons Bay gefahren, haben dort gemütlich zu Mittag gegessen und sind wieder zurück gefahren. Ansonsten gibt der "Ort" unseres Erachtens wenig her.













Zu guter Letzt haben wir dann noch den Sydney Fish Market besucht. Der 836 Millionen Dollar teure Neubau am berühmten Hafen von Sydney soll zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt werden. Der neue Fischmarkt soll jährlich sechs Millionen Menschen anziehen – und damit in bemerkenswert große Fußstapfen treten. Die Architektur ist spektakulär, die Größe gigantisch, die Auswahl an Fisch riesig - der Besuch macht aber unseres Erachtens (als Tourist) nur Sinn, wenn man zum Essen kommen will, nur zum Schauen eher nichts. Vielleicht hatten wir aber auch einfach keine Muße mehr.








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