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Zu guter Letzt geht es dann noch einmal zurück nach Colorado, um genau zu sein, nach Durango. Hier haben wir etwas Pech mit unserem Ferienhaus, das aber super durch die Vermieterin behandelt wurde. Im Haus angekommen, müssen wir feststellen, dass das Besteck und Geschirr dreckig in den Schrank geräumt wurde, die Kaffeemaschine nicht gereinigt ist und die Spülmaschine nicht angestellt. Natürlich kann die Vermieterin dafür nur bedingt etwas, manche Mieter sind halt unmöglich. Allerdings sollte der Putzfrau so etwas auffallen! Für uns zunächst kein großes Drama, wir spülen alles einmal mit der Spülmaschine durch und gut ist. Der Vermieterin wollten wir das aber dennoch melden. Die ist fassungslos und peinlich berührt. Als "Entschädigung" bekommen wir einen Restaurantgutschein über einen mehr als großzügigen Betrag - sehr nett und tolles Abendessen 😎. Am nächsten Morgen (5:30 Uhr) geht dann auch noch unvermittelt der Feuermelder an und lässt sich nicht mehr ausstellen - hing wohl mit den Baustellenarbeiten in der Nähe zusammen - eben Pech.
Durango ist eine kleine Westernstadt in der Region Four Corners im Südwesten Colorados, die an Utah, New Mexico und Arizona grenzt. Wir nutzen die Zeit hier zum Bummeln und zum Besuch des Mesa Verde Nationalparks.





Durango liegt nur 50 Kilometer vom Eingang zum Mesa Verde National Park. Da waren wir zwar schon, konnten aber damals aufgrund des Wetters nicht so viel besichtigen. Der Mesa Verde National Park ist UNESCO-Weltkulturerbe. Einzigartig sind die zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert entstandenen Felsenwohnungen im Colorado-Plateau. Die ältesten und besterhaltenen Ruinen der Anasazi befinden sich auf dem lang gestreckten, ungefähr 2.600 Meter hohen Tafelberg von Mesa Verde ("Grüne Tafel"), dessen Gelände bereits 1906 als Nationalpark ausgewiesen wurde.
In den Schluchten und Nischen des heutigen Nationalparks haben Archäologen ganze Dörfer ausgemacht und restauriert. Viele Häuser wurden in teils extremen Lagen in die Felsen gebaut. Dies lässt darauf schließen, dass sich die Anasazi damit vor Feinden schützen wollten. Von den insgesamt rund 4.600 Ruinenstätten des Nationalparks sind viele in sehr gutem Zustand erhalten. Am bekanntesten sind der vierstöckige Cliff Palace, dessen 150 Räume und 23 Kivas (runde Zeremonien- und Versammlungsräume) mehr als 100 Bewohnern Platz boten, das Long House im Rock Canyon mit 150 Räumen und 15 Kivas sowie das für etwa 110 Menschen angelegte Spruce Tree House mit 130 Räumen und 18 Kivas. Erstmals von Weißen entdeckt wurde die Anlage im Winter 1888, als zwei Cowboys auf der Suche nach verirrten Rindern unvermittelt vor den Mauern des Cliff Palace standen.






Den Cliff Palace kann man mit reichlich Vorbuchen auch mit einer Führung betreten und in einige Anlagen hinein klettern. Wir finden, dass man das nicht unbedingt machen muss, vielmehr ist der Blick vom Aussichtspunkt viel schöner.







Das Spruce Tree House kann man - normalerweise - auch ohne Führung besichtigen, self-guided. Zum Zeitpunkt unseres Besuches ging das allerdings nicht, der Weg war wegen zu großer Nässe gesperrt. So konnten wir hier auch nur Bilder von oben machen.



An der Wetherill Road liegt das sogenannte Step House. Dies ist auch ein Cliff Dwelling, das man auf eigene Faust besichtigen kann und darf. Hier gibt es neben einer Klippensiedlung auch ältere Grubenhäuser und Petroglyphen, also Ruinen aus den Siedlungsperioden um 600 und um 1250. Neben den restaurierten Grubenwohnungen ist eine große Steintreppe interessant. Die Felsenwohnungen bestanden aus 30 Räumen und drei Kivas. Zur Besichtigung benötigt man etwa eine halbe Stunde. Von 10 bis 16.30 Uhr ist ein Ranger vor Ort. Da das Gebäude Richtung Osten liegt, ist es bereits morgens recht warm, nachmittags eher schattig. Die Anlage hat außerdem den Vorteil, nicht „überlaufen“ zu sein.











Fazit
Die erste Reise zu viert in dieser Konstellation - ein voller Erfolg!
Es ging ja nicht nur darum, ob das Reiseziel oder die Reiseroute gut gewählt wurden - da gibt es immer Ziele, die einem besser und Ziele, die einem schlechter gefallen haben. Das war auch bei dieser Reise nicht anders. Ob wir aber zu viert so klarkommen würden, musste zumindest noch bewiesen werden und das war meines Erachtens prima. Die Entscheidung für Häuser über AirBnB hat sich als gute Lösung herausgestellt. Es waren natürlich auch hier nicht alle Unterkünfte gleich gut, aber generell macht es durchaus Sinn, einen besseren Rückzugsort zu haben, als ein kleines Hotelzimmer. Außerdem wissen wir ja alle, dass amerikanisches Essen so seine Nachteile hat und da ist die Küche doch eine gute Alternative zu Restaurants - zumindest ab und zu.
New York hat sozusagen keine großen Überraschungen bereit gehalten, da weiß man, was auf einen zukommt und was eben nicht. Es handelt sich einfach um eine unglaubliche Großstadt mit 9 Millionen Einwohnern. Es war aber nicht so voll, wie bei unserem letzten Besuch und wir haben wieder vieles Schöne gesehen - es lohnt sich also durchaus.
Die Idee, entlang der Rockies nach South Dakota im Norden, Colorado in der Mitte und New Mexico im Süden zu fahren, war zwar ungewöhnlich, hat aber viele schöne und eher selten besuchte Ziele hervorgebracht. Besonders gut hat mir dabei South Dakota gefallen - die Black Hills sind eine landschaftlich wunderschöne Gegend, in der man so unendlich viel machen kann. Auch Colorado ist wunderschön, mit den Bergen im Hintergrund, dem vielen Grün und dem Wasser überall. New Mexico war zwar interessant, hat sich aber in der Summe als nicht unsere Gegend herausgestellt. Ich würde es nicht bereuen hier gewesen zu sein, müsste aber auch nicht nochmal wiederkommen.
Am Ende einer jeden Reise stellt sich die Frage, würden wir das wieder so machen? Klares JA! Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Ziele waren weitestgehend toll und die USA hat insbesondere im Bereich Natur einfach unglaublich viel zu bieten.
Looking forward to the next trip!
P.S.: Ich habe für diese Reise keine weitere Seite mit Informationen erstellt. Die beiden USA Seiten sollten dazu ausreichend sein. Neu war nur die Verwendung von AirBnB. Das funktioniert ausgezeichnet und kann gerade für mehrere Reisende von uns nur empfohlen werden.

