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Unser nächster Stopp ist Göteborg. Schwedens zweitgrößte Stadt wurde 1621 von König Gustav II. Adolf gegründet und wuchs schnell zum Zentrum des kommerziellen Fischfangs und des Schiffbaus. Später spielte es eine führende Rolle in der innovativen Automobilindustrie, denn Göteborg ist die Heimat von Volvo Cars und Standort der im April 2024 neu eröffneten World of Volvo. Göteborg ist auch heute noch stolz auf seine Fischereitradition – es gibt keinen besseren Ort, um hochwertige, regional gefangene Meeresfrüchte zu genießen, als in einem der vielen Göteborger Fischrestaurants. Die Auswahl an Fischrestaurants reicht von gehobenen Lokalen bis hin zu ungezwungenen Bistros und einfachen Fischbuden am Wasser. Da wir im Rahmen einer unserer Dänemark-Reisen schon einmal in Göteborg waren, haben wir uns hier auf eine sogenannte Paddan-Bootstour, das Viertel Haga und etwas Bummeln beschränkt. Göteborg besteht aus vielen Wasserwegen und zum Teil sehr niedrigen Brücken, die über diese Kanäle führen. Um auf diesen Wasserwegen mit dem Boot Ausflüge unternehmen zu können, müssen die Boote sehr flach sein und dürfen kaum Tiefgang haben. Da kommen die Paddan-Boote ins Spiel, die genau diese Eigenschaften erfüllen.













Haga wurde als Göteborgs erste Vorstadt angelegt. Das war vor über 350 Jahren. Zunächst standen hier niedrige Holzhäuser. Später wurden sie durch sogenannte „landshövdingehus“ ersetzt – sie sind unten aus Stein und oben aus Holz gebaut. Diese Bebauung ist typisch für Göteborg. Man findet sie an vielen Stellen in der Stadt. Das älteste Haus in Haga stammt aus dem Jahr 1790. Heute ist Haga vor allem für kleine Geschäfte, Boutiquen und Cafés bekannt. Sie liegen fast alle an der Haga Nygata und am nördlichen Ende des Järntorget. Man findet hier Antiquitäten, Kinderspielzeug und Kinderbekleidung, Bücher, Schmuck, Geschenke, Einrichtungsgegenstände, Modegeschäfte, Schuhgeschäfte und viel Second Hand.
Aus unserer Sicht kein wirkliches "Must-See", aber ganz nett für einen Bummel und einen Kaffee.




Von Göteborg aus haben wir dann einen Ausflug in den Nordwesten gemacht. Zunächst ging es bei herrlichstem Wetter in den 2 Fahrstunden nördlich von Göteborg gelegenen Ort Smögen. Smögen, das ist Bilderbuch-Schweden, wie man es sich nicht schöner ausdenken kann. Bunte Fischer- und Speicherhäuser schmiegen sich auf Stelzen an die graue Granitküste. Fast fühlen wir uns wie in einem Museumsdorf oder einer Filmkulisse. Ein Fotomotiv jagt hier das nächste. Der Holzsteg Smögenbryggan ist die Hauptattraktion in Smögen. Zwischen Segelbooten und Jachten auf der einen Seite und farbenfrohen Geschäften und Restaurants auf der anderen Seite spaziert man vom trubeligen Fischmarkt bis zu den buntgestrichenen Fischer- und Speicherhäusern am Ende der Smögenbryggan - oder umgekehrt. Die reinste Postkartenidylle, quasi die typische Kulisse der schwedischen Westküste auf wenigen hundert Metern. Zugegeben, wir haben hier eigentlich nicht viel gemacht, außer Bummeln, Mittagessen und ganz viel Genießen. Es ist auch nicht so, dass hier eine Attraktion die nächste jagt, aber eben wunderschön - seht selbst.


















Wenn wir nun schon einmal so weit nördlich sind, dann habe ich mir gewünscht, auch die UNESCO-Welterbestätte der Felszeichnungen von Tanum zu besuchen. Gesagt, getan, auch wenn das jetzt nicht zwingend Cordus Wunsch war.
Das Welterbegebiet liegt in der Gemeinde Tanum im Norden von Bohuslän. Rund 600 Orte mit Felsritzungen zählt man hier. Insgesamt über 10.000 Bilder sind katalogisiert. Die vier wichtigsten Orte im Welterbegebiet sind Vitlycke, Aspeberget, Fossum und Litsleby. Man nennt die Bilder Felsritzungen, auf schwedisch “hällristningar”. Manchmal spricht man auch von Felszeichnungen. Da aber tatsächlich Vertiefungen vorliegen, ist der Begriff ”Ritzungen” sicherlich zutreffender. Diese Vertiefungen werden gelegentlich mit roter Farbe nachgemalt, damit man die Bilder besser erkennen kann. Die Bilder sind ungefähr 3.000 Jahre alt und stammen somit aus der Bronzezeit. Früher lagen sie am Meer. Dann aber kam die Landhebung, und nun befinden sich die Kunstwerke rund 20 Meter über dem Meeresspiegel und weit weg von der damaligen Küste. Die Bilder stellen Menschen, Boote, Waffen, Tiere, Jagd und Kampf dar. Bei vielen Bildern ist der Interpretationsspielraum groß.

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Auf der Weiterfahrt nach Malmö, unserer nächsten Übernachtungsstation, haben wir dann noch einen Stopp im Naturreservat Kullaberg eingelegt. Der Kullaberg ist das meistbesuchte Naturreservat Schwedens. Das Gebiet ist wild und schön. Die Klippen fallen bis zu 70 m steil ins Wasser ab. An einigen dieser Steilklippen wird unter Anleitung und mit entsprechender Ausrüstung geklettert. Es werden auch Schatzsuchen, Grottenwanderungen, Tümmlersafaris, Schnorcheln und Kajaktouren angeboten. Wir haben uns auf etwas Füße vertreten und die Ausblicke von den Klippen beschränkt.





























