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Inverness gilt als die Hauptstadt der Highlands, wobei das mit den Highlands ja so eine Sache ist - genau genommen ist die komplette Region nördlich von Edinburgh und Glasgow die Highlands und alles was südlich der beiden Städte liegt eben die Lowlands - simple as that. Dennoch wird mit dem Begriff Highlands in der Regel eher der (hohe) Norden Schottlands assoziiert und Werbung macht mit dem Begriff in Schottland so ziemlich JEDER. Inverness ist tatsächlich ein guter Ausgangspunkt für alle möglichen Ausflüge in der Region. So beginnt nördlich der Stadt die sogenannte North Coast 500, eine 830 Kilometer lange Rundstrecke um die Nordküste Schottlands, südlich der Stadt liegt der Loch Ness, östlich der Cairngorms National Park und westlich geht es zur Isle of Skye. Alles ist mehr oder weniger (die NC500 sicher nicht) als Tagesausflug erreichbar. Die Stadt Inverness selbst ist aus unserer Sicht sicher keine besondere Schönheit, gerade wenn man aus Edinburgh kommt. Geschichtsinteressierte finden hier das Inverness Castle (zur Zeit wegen Renovierung geschlossen) und das in der Umgebung befindliche Schlachtfeld von Culloden - hier standen sich die Armeen der Jakobiten und der britischen Regierung gegenüber. Ansonsten ist noch die St. Andrew's Cathedral hübsch anzusehen und das war es eigentlich.

Inverness Castle und der River Ness
St. Andrew's Cathedral
St. Andrew's Cathedral
St. Andrew's Cathedral
Haggis

Wie immer kann man in zwei Wochen nicht alles machen, was das Reiseland zu bieten hat und so haben wir uns auf drei Tagesausflüge von Inverness aus konzentriert. Natürlich "muss" man beim Erstaufenthalt in Schottland einmal auf dem Loch Ness gewesen sein und sich die Geschichten über das Ungeheuer angehört haben. Wir haben uns für eine zweistündige Schiffsfahrt entlang des Caledonian Canal bis Urquhart Castle und zurück entschieden. Nun ist das sicher nicht superspektakulär - eben ein großer, dunkler See - aber wir hatten wirklich super Wetter und vom Schiff aus sehen die Ruinen von Urquhart Castle auch sehr hübsch aus, von Land aus schien uns das eher nicht lohnenswert zu sein. So haben wir gemütlich die Sonne genossen und die Landschaft zu beiden Seiten des Sees betrachtet.

Caledonian Canal
Loch Ness
Loch Ness
Entlang des Weges
Entlang des Weges
Urquhart Castle
Loch Ness Map
Loch Ness
Urquhart Castle
Urquhart Castle

Unseren zweiten Tagesausflug von Inverness haben wir gen Westen in Richtung des Cairngorms National Park gemacht. Erster Stopp hier war an der Old Pack Horse Bridge, da sie so perfekt auf dem Weg lag und bei dem Traumwetter einfach ein Fotomotiv par excellence ist. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gab es keine Möglichkeit, den Fluss Dulnain bei Überflutungen zu überqueren und die gegenüberliegende Kirche von Duthil konnte nicht erreicht werden. Auch Beerdigungen mußten warten, bis der Wasserpegel wieder gefallen war. Der Clan Chief Alexander Grant of Grant gab deshalb John Niccelsone, einem Steinmetz aus Ballindalloch, den Auftrag, eine Brücke bei Lynne of Dalrachney zu errichten. Zwischen Mai und November 1717 wurde sie gebaut, finanziert aus Mitteln der Gemeinde von Duthil. Brüstung und Seitenwände der Brücke wurden schon bald darauf schwer beschädigt und die große Flut im August 1829 gab ihr letztendlich ihr heutiges Aussehen.

Old Pack Horse Bridge
Old Pack Horse Bridge

Auch wenn wir ja nicht die ganz großen Wanderer sind, ein bisschen Laufen muss dann doch sein, wenn man im Nationalpark ist. So haben wir uns für die etwa 1 stündige Wanderung (Hin und Zurück) zum An Lochan Uaine entschieden, einem kleinen Bergsee in idyllischer Natur im Cairngorms National Park. Durch ein kleines Waldstück geht es vorbei an einer Moorlandschaft, bis man schließlich den kleinen See erreicht. Man wartet förmlich darauf, dass der Hirsch gleich um die Ecke kommt und dem Fuchs guten Tag sagt, aber wahrscheinlich verhindern die Wanderer mit den Hunden das - ist aber auch eine schöne Strecke für Hundebesitzer.

Auf dem Weg zum An Lochan Uaine
An Lochan Uaine
An Lochan Uaine
An Lochan Uaine

Was wir uns ja immer gerne anschauen sind Freilichtmuseen in den Reiseländern. So haben wir uns als letztes Ziel für heute das Highland Folk Museum ausgesucht. Auf einer Länge von eineinhalb Kilometern zeigt das Highland Folk Museum mehr als 30 historische Häuser. Auf einem Weg spazieren die Besucher also an den Jahrhunderten vorbei, sehen alte Dorfschulen, Uhrmacher-Werkstätten, Tweed-Weber, Schreiner und natürlich eine Kirche. Am Ende des Weges steht auch noch ein Gebäude mit Ausstellungen alter Gebrauchs- und Alltagsgegenstände. Es stellt so das Leben in den Highlands von der frühen Neuzeit bis in die frühe Nachkriegszeit dar. Für Filmfans interessant ist, dass hier Teile der Serie "Outlander" gedreht wurden.

Highland Folk Museum
Highland Folk Museum

Unser dritter Tagesausflug von Inverness führt uns nordwärts in Richtung der NC 500. Wir besichtigen das Dunrobin Castle. Dunrobin heißt “Fort von Robin” und bezieht sich vermutlich auf den sechsten Graf von Sutherland namens Robert, der im 15. Jahrhundert lebte. Das Geschlecht der Sutherlands regierte fast ununterbrochen im Castle. Das weiße Schloss mit seinen vielen kleinen Türmchen, Erkern und Fenstern thront über einer großen Gartenanlage, dahinter nichts als das weite Meer. Doch Dunrobin ist nicht nur eine schicke Fassade, im Inneren gibt es 189 Zimmer, die meisten davon voll mit antikem Mobiliar und sehenswerten Ausstellungsstücken wie Dudelsäcken, Trinkgefäßen (Quiachs), Gemälden, Jagdwaffen und vielen anderen interessanten Stücken aus der Geschichte des Schlosses. Besonders gut gefallen hat uns die zweimal am Tag stattfindende Show des Falkners. Hier wird dem Besucher mit viel Humor der Unterschied zwischen Falken und Adlern erklärt und die Vögel fliegen tief über den Köpfen, um sich dann eine Belohnung abzuholen.

Märchenschloss im Küstennebel
Dunrobin Castle

Anschließend sind wir noch etwas die North Coast 500 entlang gefahren, das hätten wir uns aber im Nachhinein sparen können, da sich die Strecke unglaublich zieht und man nur selten etwas zu sehen bekommt. Vielleicht lag es aber auch am eher bescheidenen Wetter, zumindest haben wir nun endlich unsere ersten Highland Cows gesehen, die so typisch für Schottland sind.

NC 500
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Highland Cow
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