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Zunächst gibt es noch einen Blick zurück auf den Gardasee mit ein paar Impressionen, bevor es wieder zurück nach Hause geht.







Wie eingangs bereits geschrieben, sind wir mit dem Flugzeug über Mailand angereist. Da unser Rückflug erst später am Abend geht, haben wir uns entschlossen, doch zumindest ein wenig von Mailand mitzunehmen - namentlich den Mailänder Dom von innen und außen und die Galleria Vittorio Emanuele II. mit seiner prachtvollen Architektur. Doch zunächst einmal heißt es, wie kommen wir dahin? In Mailand ist nämlich gerade eine Beauty-Messe und die Stadt ist proppenvoll. Überall sind Stände aufgebaut, an denen junge Mädchen Schlange stehen, um sich ein paar Gratis-Proben zu greifen. Dem Besuch des Mailänder Doms tut das keinen Abbruch, auch wenn es hier wohl immer gut besucht ist. Als wir uns Eintrittskarten holen wollen, stellen wir mal wieder fest, wie rückschrittlich doch Deutschland ist - als Schwerbehinderter kommen wir hier beide (Cordu als Begleitperson) kostenlos und an einem separaten Eingang rein! Wir sollten uns mal eine Scheibe abschneiden. Den Dom kann man dann von innen und außen besuchen, was heißt, dass man außen sozusagen auf dem Dach rumklettert - Cool. Das Ganze geht mit und ohne Führung.
























Die Galleria Vittorio Emanuele II. ist das bauliche Verbindungsglied zwischen Domplatz und Piazza della Scala. Das prächtige Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts nach Entwürfen des Architekten Giuseppe Mengoni als überdachte Fußgängerzone errichtet. Benannt ist es nach König Vittorio Emanuele II. aus dem Haus Savoyen, der sich einst an die Spitze der italienischen Risorgimento-Bewegung gestellt hatte, die zur Einigung Italiens führte. Vittorio Emanuele II. war es auch, der am 7. März 1865 den Grundstein zu der Galerie legte. Der eigentliche Abschluss der Arbeiten, einschließlich der Eingangsbögen und der nördlichen Portiken der Piazza Duomo, erfolgte allerdings erst 1878. Der Architekt Mengoni erlebte die offizielle Einweihung seiner Galerie tragischerweise nicht mehr, da er 1877 im Laufe der Arbeiten beim Sturz von einem Gerüst verstarb. Von 2014 bis 2015 wurde die Galerie anlässlich der Expo 2015 der umfassendsten Restaurierung seit dem Zweiten Weltkrieg unterzogen. In der Galleria befinden sich neben quasi allen vertretenen Luxusmarken auch Cafés und Restaurants - hier in unterschiedlichen Preiskategorien.





Fazit
Das Fazit fällt diesmal etwas gemischter und auch etwas schlechter aus, als gewöhnlich. Haben wir die Lust am Reisen verloren? Keineswegs 😊.
Zum einen waren die Umstände einfach schwierig und somit auch das Loslassen, das sonst bei Reisen so einfach scheint, eben nicht so locker. Zum anderen war es uns einfach viel zu touristisch, zu Deutsch und zu voll.
Dabei ist der Gardasee generell natürlich ein wundervolles Fleckchen Erde und insbesondere die Orte an der Westküste sind teils wirklich schön. Wäre es doch nur nicht so überlaufen gewesen - es scheint doch eine Region zu sein, die man eher in der absoluten Nebensaison besuchen muss. Das Problem dabei ist dann allerdings, dass so ziemlich alles zu haben wird, schließlich wollen die Einheimischen auch mal Ruhe von den Touristen haben und im Sommer haben sie in der Regel gut an ihnen verdient.
Gehen wir es mal Schritt für Schritt an - das Hotel war einsame Spitze und hier würden wir auch jederzeit wiederkommen und eine uneingeschränkte Empfehlung geben. Die generelle Wahl auf den Standort Westküste haben wir auch nicht bereut, die stets steil aufragenden Berge direkt an der sich windenden Küstenstraße sind spektakulär und wenn man ins Hinterland fährt, sind die Aussichten auf den See grandios. Die Ausflüge auf dem Wasser - sei es mit der Fähre oder als Fußgänger auf einem Boot - waren auch allesamt Klasse. Beim Essen gibt es positive und negative Eindrücke, teils kann man toll italienisch essen, wie man es sich vorab vorstellt, teils gibt es Essen für den Deutschen Urlauber, das mit Italienisch so gar nichts zu tun hat. Unser Ausflug nach Verona war ebenfalls ein Erfolg, wenn auch die Fahrerei letztlich doch etwas anstrengend war.
Das Wetter hat, wie erwartet, im September mitgespielt, Regen gab es kaum. Aber es war doch noch sehr warm - für unsere Verhältnisse und Empfindungen - und es gab, anders als von mir versprochen (SORRY!) - kaum Wind.
Zusammenfassend würde ich sagen - Westen und Norden topp, Süden und Osten entbehrlich, Reisezeit noch zu früh, alles andere hat gut geklappt.
Werden wir wiederkommen? Schauen wir mal - zumindest nicht kurzfristig.

