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Riva del Garda
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Ganz im Norden des Gardasees, wo der See spitz zuläuft, liegt Riva del Garda. Mit seinen rund 13.000 Einwohnern ist er nach Desenzano der zweitgrößte Ort am See. Er gehört erst seit 1919 zu Italien und stand davor lange unter österreichischer Herrschaft. Dies ist nach wie vor zu spüren und führt zu einer angenehmen Mischung aus italienischer Leichtigkeit und Tiroler Bodenständigkeit. So gibt es zum Beispiel Läden, in denen man gut Schinken kaufen kann. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das charmante Städtchen zu einem gefragten Kurort, woran sich bis heute nichts geändert hat. Das milde Klima, ein höchst aktiver Kulturbetrieb, viele Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele machen Riva das ganze Jahr über für Alt und Jung interessant. Die imposanten Berge ziehen Mountainbiker und Kletterer an, Surfer und Segler kommen aufgrund der zuverlässigen Winde gerne hier her. Sonnenanbeter und Wasserratten finden hier den schönsten und längsten Badestrand am See. Die Architekturstile der Palazzi im historischen Ortszentrum stammen aus der Zeit der Venezianischen Herrschaft. Die Stadtburg "Rocca di Riva" aus dem Jahre 1124 ist ganz von Wasser umgeben und beherbergt heute das städtische Museum.

Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda
Riva del Garda

3 km nördlich von Riva del Garda, in Richtung Tenno, befindet sich der Park "Grotta Cascata Varone". Dieser Wasserfall wird unterirdisch aus dem Tennosee gespeist. Aus den Rinnsalen entsteht der Magnone, der dann tosend fast 100 m in die Schlucht hinunterstürzt. Dieses außergewöhnliche Naturspektakel kann dank der angelegten Wege in seiner ganzen imponierenden Schönheit von zwei verschiedenen Punkten aus bewundert werden, von denen man den „Sprung des Wassers“ einmal von unten und einmal von oben sieht. Nur 50 m nach der Kasse erreicht man den Eingang zur unteren Grotte. Von hier aus kann man die Erosion in den Kalkfelsen sehen, die das Wasser in ca. 20.000 Jahren verursacht hat und weiter in das Innere der Schlucht bis zum Ende gehen, wo das Wasser hinabstürzt. Man geht denselben Weg ein Stück zurück und steigt durch den Park und botanischen Garten hinauf. Dabei kann man viele unterschiedliche Pflanzen, auch nicht einheimische Arten, bewundern, die dank des hier herrschenden besonderen Mikroklimas perfekt nebeneinander bestehen. Am Ende dieses angenehmen Spaziergangs erreicht man die obere Grotte, dem hauptsächlichen Beobachtungspunkt des Wasserfalls. Ein 15 m langer, von Menschen gegrabener, Tunnel ermöglicht den Zugang und führt in den Berg hinein. Ohne die am Eingang zu kaufenden Regenumhänge (oder selbst mitgebrachtem Schutz) wird man klatschnass!

Grotta Cascata Varone
Grotta Cascata Varone
Grotta Cascata Varone
Grotta Cascata Varone
Grotta Cascata Varone

Von den Grotten sind wir dann noch weiter ins Hinterland gefahren. In Richtung Tennosee - mit Blick zurück auf den Gardasee - gelangt man nach 15 Minuten in das zauberhafte, mittelalterliche Bergdorf Canale di Tenno. Beschrieben als eines der schönsten Dörfer Italiens, können auch wir uns dem Zauber der engen Gassen aus Kopfsteinpflaster nicht entziehen. Wer hier herkommt findet Ruhe und keinen Tourismus - was eigentlich aufgrund der Szenerie schon fast verwunderlich ist. Schon seit dem Zweiten Weltkrieg ziehen die alten Steinhäuser, die Tonnengewölbe, die mit Geranien geschmückten Fenster und die Balkone mit Blick auf ruhige Gassen zahlreiche Künstler an. Diese lassen sich vom einzigartigen Charme des Örtchens und der herrlichen Umgebung inspirieren, von der sich auch noch ein wunderbarer Blick auf den Gardasee bietet. Einer der Künstler ist der Turiner Maler Giacomo Vittone, der Canale als Thema für viele seiner Werke gewählt hat. Ihm ist es zu verdanken, dass in Canale di Tenno das „Casa degli Artisti“ als Wohnort und Treffpunkt für Künstler existiert.

Ausblick
Tennosee
Canale di Tenno
Canale di Tenno
Canale di Tenno
Canale di Tenno

Ein weiterer Tagesausflug bringt uns zum Idrosee - ja, der befindet sich nicht wirklich auf der Nordseite des Gardasees, ich wollte die Westseite aber nicht überfrachten 😁. Der 122 m tiefe Idrosee liegt auf 368 m Meereshöhe in malerischer Lage in den Valli Giudicarie zwischen dem Gardasee im Osten und dem Iseosee im Westen. Abgeschirmt von den Bergausläufern der Dolomiten grenzt der See an die Provinzen Trentino und Brescia. Seine traumhafte Lage inmitten grüner Wälder, grasbewachsener Hänge und einem herrlichen Bergpanorama sowie seine hervorragende Wasserqualität, machen den See zu einem der schönsten in ganz Oberitalien - und er ist beinahe noch ein Geheimtipp! Auf der Landkarte gleicht der See nur einem Tropfen, obwohl er mit seinen 10 km Länge und 2 km Breite nicht zu den kleinsten seiner Art gehört. Wir haben uns hier für einen sehr gemütlichen Bootstrip entschieden - im Grunde genommen eher eine Art Fähre mit Ausflugscharakter, die die verschiedenen Orte des Sees miteinander verbindet.

Wir waren übrigens auch am Ledrosee, haben dort aber wegen eher schlechten Wetters keine Fotos gemacht. 

Lago d'Idro
Lago d'Idro
Rocca D'Anfo
Lago d'Idro
Lago d'Idro
Lago d'Idro
Lago d'Idro
Rocca D'Anfo
Idrosee
Lago d'Idro

Wenige Kilometer östlich von Riva del Garda liegt der kleine Küstenort Torbole. Hier sind wir auf einer unserer Touren an die Ostküste auf dem Rückweg vorbeigekommen und haben zur Stärkung noch ein Eis gegessen. Die Fähren, die die Westseite des Gardasees mit der Ostseite verbinden, fahren zwar nicht nur wenige Male am Tag, aber doch nicht so häufig, dass man hier immer mitkommt, da man nicht reservieren kann. So haben wir einmal die Runde zurück über die Nordseite mit dem Auto genommen und sind eben hier vorbeigekommen.

Torbole
Torbole
Torbole
Torbole
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