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Badlands National Park
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South Dakota
Colorado

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Nach 2 Nächten in Grand Lake geht es für uns schon weiter nach South Dakota in den Norden der USA. Doch keine Sorge, heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage. Wir werden nochmal nach Colorado zurückkehren und dann auch ein paar Tage hier verbringen. Wir reden übrigens vom 38. US-Bundesstaat Colorado und nicht von der Haribo-Mischung 😂 - sorry, aber einmal musste der Witz sein.

Mit seinen ca. 825.000 Einwohnern ist South Dakota eher dünn besiedelt. Das Gebiet wurde am 2. November 1889 als 40. Bundesstaat in die Union aufgenommen. Der Bundesstaat zählt zu den so genannten Präriestaaten und sein Spitzname ist "The Mount Rushmore State". South Dakota grenzt im Norden an North Dakota, im Osten an Minnesota und Iowa, im Süden an Nebraska und im Westen  an Wyoming und Montana.

Benannt ist der Bundesstaat nach den Lakota- und Dakota-Stämmen der Sioux Indianer, die hier eines ihrer Siedlungsgebiete hatten. So verwundert es nicht, dass sich in South Dakota auch heute noch viele Indianerreservate befinden. Der Bundesstaat South Dakota kann also als "Einwandererstaat" beschrieben werden und betrachtet man die Vorfahren der heutigen Bewohner so fällt auf, dass sich hier vor allem Deutsche (40%), Norweger (15%) und Iren (10%) niederließen.

Die Wirtschaft von South Dakota ist stark durch die Landwirtschaft geprägt. Dabei werden im östlichen Teil aufgrund des fruchtbaren Bodens vor allem Getreideanbau betrieben, im Westen findet man Ranches, die Rinderhaltung betreiben. In den Gebirgen im Westen des Staates ist der Bergbau von Bedeutung, vor allem die Suche nach Gold ist immer noch eine treibende Kraft.

Sylvan Lake, Custer State Park

Da wir gestern einen anstrengenden Fahrtag hatten - von Grand Lake, Colorado bis Sturgis, South Dakota sind es 700 Kilometer - gönnen wir uns heute einen gemütlichen Bummel durch die Westernstadt Deadwood. 

Die Region liegt auf dem Hoheitsgebiet der Lakota Indianer, denen die Region um die Black Hills im Jahr 1868 durch den Vertrag von Laramie zugesprochen wurde. Als Colonel George Armstrong Custer im Jahre 1874 eine Expedition in die Black Hills führte und die Entdeckung von Gold am French Creek verkündete, löste dies einen Goldrausch aus. Daraufhin wurde im Jahr 1876 die Stadt Deadwood gegründet. Bereits in den Anfangszeiten hatte der Ort etwa 5.000 Einwohner. So kamen auch Glücksspieler, Prostituierte und zwielichtige Geschäftsleute nach Deadwood, die hier ihren Geschäften nachgingen. Die bekanntesten Saloons waren der Bella Union Saloon, eröffnet im September 1876, sowie das Gem Variety Theater unter der Führung von Al Swearengen, das auch als Bordell diente. Deadwood erreichte traurige Berühmtheit wegen des Mordes an Wild Bill Hickok am 2. August 1876. Jack McCall hatte ihn im Saloon No. 10 ermordet. Er saß beim Pokern mit dem Rücken zur Tür und starb mit je zwei schwarzen Assen und schwarzen Achten in der Hand, ein Blatt das seitdem "Dead Man’s Hand" genannt wird.

Dieses Ereignis und andere Westernszenen werden auch heute noch durch Laienschauspieler täglich für Touristen nachgespielt. Etwas kitschig, aber unterhaltsam. Auf jeden Fall sieht die Stadt heute so aus, wie man sie sich um 1876 wohl vorgestellt hätte. Es gibt Saloons, alle Gebäude sind aus Holz und man meint jeden Moment Cowboys um die Ecke kommen zu sehen - regelrecht nostalgisch, wenn man mal den kommerziellen Faktor außen vor lässt.

Deadwood
Deadwood
Deadwood

Eine der Top-Attraktionen in South Dakota und Namensgeber des Slogans für den Bundesstaat, den jeder Bundesstaat braucht, ist Mount Rushmore. Zumindest für Amerikaner sind die in den Fels gemeißelten 4 Präsidenten ein Ziel, dass jeder mindestens einmal im Leben besucht haben sollte. Hier quillt der Patriotismus sozusagen aus allen Fugen der makellos gepflegten Anlage.

Mount Rushmore

Die Gedenkstätte Mount Rushmore – an der gleichnamigen Bergkette in den Black Hills – zeigt die monumentalen Porträtköpfe der vier bis zur Zeit seiner Erstellung bedeutendsten und symbolträchtigsten US-Präsidenten. Die jeweils knapp 18 m hohen Porträts ehren von links nach rechts die Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln.

Der Bildhauer John Gutzon Borglum wurde mit der Erstellung eines Modells beauftragt, neben dem ersten Präsidenten George Washington zwei Republikaner und einen Demokraten abzubilden. Einer der Hintergedanken dieses monumentalen Denkmals war, nach neuen Wegen zu suchen, den Tourismus in South Dakota zu fördern.

Nach der Erteilung der Baubewilligung durch den Kongress, begann Borglum 1927 mit bis zu 400 Arbeitern und Unmengen von Sprengstoff mit der Ausführung des Bauwerks. Es dauerte knapp 7 Jahre bis das erste Profil – jenes von George Washington – vollendet war. Nachdem Borglum im März 1941 verstarb, wurde das Projekt von seinem Sohn Lincoln Borglum fortgeführt und im Oktober desselben Jahres vollendet.

Mount Rushmore
Mount Rushmore

Mount Rushmore ist generell eine Sehenswürdigkeit ohne Eintrittsgeld, das holen sie sich beim Parken - 10,- USD pro Auto, geht. 

Am Eingang des Monuments gibt es ein kleines Museum und den obligatorischen Souvenir-Shop. Dann läuft man eine Allee entlang, die von den Flaggen aller US-Bundesstaaten und Schildern mit den Namen der Bundesstaaten gesäumt ist. Hier sollte man mal die teilweise recht mitgenommenen Flaggen austauschen. Dann läuft man geradewegs auf eine Aussichtsplattform und sieht die 4 Präsidenten. Das ist es dann auch schon. Abends gibt es noch eine Show und fertig. 

Die Köpfe sind schon sehr gut ausgearbeitet und sicher kann man hier auch mal herkommen, wenn man schon mal in der Gegend ist. Von Weitem hierher extra anreisen? Eher nicht!

Mount Rushmore
Mount Rushmore

Die vier von uns auf dieser Reise besuchten Bundesstaaten.

New York
Colorado
South Dakota
New Mexico

Ein wirklich schöner Park in South Dakota ist der Custer State Park, den wir allen nur wärmstens empfehlen können. Für die Eintritte in die Nationalparks haben wir uns übrigens im Vorfeld aus Deutschland heraus den Jahrespass "America the Beautiful" besorgt. Der kostet etwa 80,- USD und berechtigt alle Insassen eines Autos zum Eintritt in die National- und auch viele Stateparks.

Hier kann man zum einen Tiere beobachten, wenn sie denn in der Nähe sind, war bei uns nicht ganz optimal, zum anderen bietet der sogenannte Needles Highway, eine Route durch den Park viele schöne Aussichtspunkte. Wie in den Parks in den USA üblich, fährt man in der Regel mit dem Auto durch den Park und hält dann an verschiedenen Punkten an, um entweder nur einen kurzen Ausblick zu genießen, oder kleine bis längere Spaziergänge und Wanderungen zu unternehmen.

Custer State Park
Mount Rushmore
Needles Highway
Needles Highway
Needles Highway
Custer State Park
Viel Platz zum Autofahren

Eine der Attraktionen im Custer State Park sind die großen Bisonherden. Wie bereits angedeutet, hatten wir dabei allerdings nicht so viel Glück und konnten die Tiere nur aus der Entfernung beobachten. Es ist nun einmal so, dass man in so einer Urlaubsreise für bestimmte Besichtigungen nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung hat und nicht einfach warten oder wiederkommen kann.

Custer State Park
Bisons

Eine Besonderheit sind die sogenannten Begging Burros (Bettelnde Esel). Begging Burros werden die wildlebenden Esel im Custer State Park genannt. Die Esel haben keine Scheu vor den Besuchern und ihren Autos. Sie kommen heran und betteln um Naschereien. Heute bringen Besucher speziell für sie Futter mit. Oft blockieren bis zu 50 Esel an einer bestimmten Stelle die Straße.

Begging Burros
Begging Burros
Begging Burros

Mehr Glück hinsichtlich der Tierbeobachtung hatten wir - im Vergleich zu den Bisons - mit den kleineren Bewohnern des Parks. Im Custer State Park leben einige Kolonien von Präriehunden. Präriehunde sind eine nordamerikanische Gattung der Erdhörnchen. Sie sind verwandt mit den Murmeltieren und den Zieseln. Die Kolonien des Präriehundes gliedern sich in einzelne Familienverbände. Ein Verband besteht meistens aus einem ausgewachsenen Männchen, drei oder vier Weibchen und einer großen Zahl von jungen und jugendlichen Tieren beiderlei Geschlechts. Er kann insgesamt bis zu 26 Individuen umfassen. In einigen Fällen kann einem Verband mehr als ein Männchen angehören. Dabei handelt es sich dann meistens um Brüderpaare.

Präriehund
Präriehund

Eine weitere wunderschöne Region im Custer State Park ist der Sylvan Lake. Der Sylvan Lake ist einer von fünf Seen im Custer State Park. Der See entstand im Jahr 1881, als Theodore Reder, der Erbauer und Besitzer der Sylvan Lake Lodge, den Sunday Gulch Creek mit einer Mauer staute. Der etwa 10 Meter hohe Sylvan Lake Water Dam befindet sich an der engsten Stelle der umgebenden Berge auf der nordwestlichen Seeseite. Der See und seine Umgebung bieten Möglichkeiten zum Klettern, zum Schwimmen, zum Wandern auf diversen zum Teil befestigten Wanderwegen und einen Bootsverleih. Ein Campingplatz ist in unmittelbarer Nähe. Weiterhin befindet sich die im frühen 20. Jahrhundert erbaute Sylvan Lake Lodge am See. Sylvan Lake ist ein sehr beliebter Ort für Hochzeiten und andere besondere Anlässe.

Sylvan Lake
Sylvan Lake
Sylvan Lake
Sylvan Lake

Natürlich darf bei einer solchen Reise auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Daher haben wir uns für einen Tag zwei sogenannte ATV (All Terrain Vehicle) ausgeliehen. In den Black Hills von South Dakota kann man damit prima durch die Wälder fahren, es gibt unzählige ausgeschriebene Wege. Aus Sicht der Umwelt stark zweifelhaft, aber lustig und man muss auch mal Fünfe gerade sein lassen dürfen.

ATV
ATV

South Dakota hat zwei Nationalparks, Wind Cave National Park und Badlands National Park. Letzteren haben wir auf unserer Reise besucht.

Schon die Ureinwohner von South Dakota nannten es ein schlechtes Land - die Badlands. Trockene Hitze, karge Böden und unerbittliche Winde machten das Leben in den Badlands seit jeher beschwerlich. Immerhin schufen Wind, Regen und Hitze in vielen Millionen Jahren ein natürliches Kunstwerk, indem sie zur Erosion beitrugen. Die Schichten aus verfestigtem Lehm, Sand, Schiefer und vulkanischen Aschen in braunen, grauen, gelben und schwarzen Farbtönen machen die Badlands heute zu einem der schönsten Nationalparks der USA. Die spitzen Kuppen und steilen Felsen des Prärieplateaus bieten nicht nur fantastische Anblicke, sondern sind auch eine wahre Fundgrube für Fossilien. 

Wie in solchen Regionen oft der Fall, macht es aus fotografischer Sicht am Meisten Sinn, die Badlands am frühen Morgen oder aber am späten Nachmittag zu besuchen, dann ist das Licht einfach viel schöner. Das ist uns diesmal einigermaßen gut gelungen, wir sind zwar schon am Mittag da, bleiben aber lange genug, um mit zunehmend tiefer stehender Sonne schöne Bilder machen zu können - eines meiner persönlichen Highlights der Reise.

Badlands N.P. - mittags
Badlands N.P. - nachmittags

Um die raue Schönheit des Badland Nationalparks genauer unter die Lupe zu nehmen, führt eine etwa 50 km (31 Meilen) lange Panoramastraße, die Badlands Loop Road, zu vielen lohnenswerten Aussichtspunkten und kleineren Wanderwegen.

Window Trail
Bandlands National Park
Yellow Mounds Overlook

Auch im Badlands National Park tummeln sich zahllose Präriehunde, die man ausgezeichnet fotografieren kann. Sie sind zwar schon vorsichtig, aber bis zu einer vernünftigen Entfernung lassen sie einen dann doch ran, bevor die Kolonie gewarnt werden muss.

Präriehund im Badlands N.P.
Präriehund im Badlands N.P.
Präriehund im Badlands N.P.
Präriehund im Badlands N.P.
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